Mobilitätsplan

Zukünftige Konzepte für alle Verkehrsteilnehmer

Straßennetz Friedrichshafen von oben

Im Mobilitätsplan (ehemals Verkehrsentwicklungsplan - VEP) wird der Ist-Zustand innerhalb der Verkehrsplanung erfasst und analysiert. Im Einklang mit der Stadtentwicklung werden dann Prognosen für verschiedene Zustände und Planfälle erstellt und darauf aufbauend neue Konzepte für die Zukunft entwickelt. Diese übergeordnete strategische Rahmenplanung berücksichtigt dabei alle Verkehrsteilnehmer. Der Zielhorizont wird auf 10-15 Jahren gesetzt damit sichergestellt werden kann, dass weitere vertiefende Planungen und Konzepte in einem gemeinsamen Zielrahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Ziele des Mobilitätplanes

Übergeordnete Ziele des Mobilitätsplanes sind die Erhöhung des Anteils der Wege im Umweltverbund auf mindestens 50%, ebenso wie die Klimaneutralität der Stadt Friedrichshafen bis 2040. 

Zu den weiteren Leitzielen gehört die Förderung der Nahmobilität (hier wird sich vor allem auf den Fuß- und Radverkehr bezogen) und die Stadt der kurzen Wege. Die Attraktivierung und Aufwertung des ÖPNV-Angebotes (das beinhaltet sowohl das Fahrtenangebot, als auch die Haltestellen und den ZOB). Weiterhin sollen die Innenstadt und die Wohnquartiere von ortsfremdem Verkehr entlastet werden und die Innenstadt mit allen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Auch eine verträgliche Verkehrsführung und -lenkung wurde als Ziel gesetzt, ebenso wie eine angemessene Aufteilung des Straßenraums. Hier soll sowohl der Aufenthalt, als auch das Gehen, Fahren, Parken und Liefern beachtet werden. Weitere Leitziele sind die Gestaltung und Aufwertung zentraler Bereiche und Plätze sowie die Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen. 

Zusammenfassende Maßnahmen und Ergebnisse

Die Mobilitätsbefragung hat gezeigt, dass in der Wahl der Verkehrsmittel der Friedrichshafener Bevölkerung 2023 der motorisierte Individualverkehr mit etwa 58 % überwiegt. Als wesentliches Ziel des Mobilitätsplans wurde festgelegt, künftig mindestens 50 % aller Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zurückzulegen. Sämtliche Anstrengungen bei der Entwicklung und Umsetzung verkehrlicher Maßnahmen sind daher auf die intensive Förderung der Verkehrsarten im Umweltverbund zu legen.

Mit einer schrittweisen Erarbeitung von Maßnahmen im Sinne der ausgegebenen Ziele wurde die verkehrliche Wirkung ermittelt. In den umfangreichen Maßnahmenkatalog sind dabei eingeflossen:

  • Maßnahmen zur Verbesserung für Fußgänger, dazu gehören u.a. die Umgestaltung von Plätzen, Stadträumen und die Neugestaltung der Uferpromenade
  • Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, dazu gehören u.a. die weitere Planung und Umsetzung des Velo-Rings, eine durchgängige Radwegverbindung (FN-RV) und Schaffung ergänzender Radabstellanlagen
  • Maßnahmen zum Ausbau und zur Verbesserung im ÖPNV, dazu gehören u.a. Ausbau und Attraktivierung der Bushaltestellen, verbessertes SPNV Angebot und Ausbau der Bodenseegürtelbahn
  • Maßnahmen zur verträglichen und gezielten Abwicklung des Kfz-Verkehrs, dazu gehören u.a. Verkehrsberuhigenden Maßnahmen in den Ortsdurchfahrten, Tempo 30 Regelungen, Neuverteilung des Straßenraumes und Konzepte für das Parken
  • Begleitende organisatorische und planerische Maßnahmen zur Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsmittel sowie informelle Maßnahmen, dazu gehören u.a. eine umfassende Mobilitäts-App, Mobilitätsberatung, Image-Kampagnen, Mobilitätskonzepte und Mobilitätsstationen

Von den 41 Maßnahmen wurden vorab der Fußverkehrscheck (2022) und die eingeführte Fahrplankonzeption (2024) umgesetzt.

Sitzungsunterlagen (chronologisch)

Alle Sitzungsunterlagen finden Sie in unserem Bürger-Infoportal sitzungsdienst.friedrichshafen.de