Donnerstag, 13. März 2025

Kunst-Freitag 2025: Kunst voller Vielfalt

Von Ausstellungen über Live-Performances bis hin zu Konzerten – am Kunst-Freitag am 28. März bieten Museen, Ateliers und kulturelle Einrichtungen in der Häfler Innenstadt und im Fallenbrunnen ab 18 Uhr ein vielfältiges Programm. Der Eintritt zu allen Angeboten ist kostenlos. Der Kunst-Bus verbindet alle Standorte im 30-Minuten-Takt.
Plakat Kunstfreitag

Eröffnung im Kiesel im k42

Bürgermeister Andreas Hein eröffnet den Kunst-Freitag um 18 Uhr im Kiesel im k42. Im Anschluss bietet Vivien Buchhorn, Filmhistorikerin und Kuratorin, im Kiesel im k42 eine Einführung in ihr Kurzfilmprogramm mit Filmen, die Themen und Lokalität der Stadt Friedrichshafen künstlerisch aufgreifen. Die Filme werden um 19.30 Uhr, um 20.30 Uhr und um 21.30 Uhr gezeigt.

Vielfältiges Programm an zahlreichen Standorten

Das Zeppelin Museum bietet um 19 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr Kurztouren durch die Ausstellung „Eigentum verpflichtet“ sowie um 19.30 Uhr, 20.30 Uhr und 21.30 Uhr Kurztouren durch die Ausstellung „Choose your Player. Spielwelten von Würfel bis Pixel“ an. Die Ausstellung „Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand“ macht Schicksale von Sammlern sichtbar, von geraubten oder verlagerten Kunstwerken und Hetzaktionen der Nationalsozialisten gegen die moderne Kunst. Kritisch blickt sie aber auch auf den Bodensee als Rückzugsort ehemaliger NS-Größen. Die Ausstellung „Choose your Player. Spielwelten von Würfel bis Pixel“ befasst sich mit dem Phänomen des Spiels als Kulturmedium zur Gegenwartsflucht und Immersion.

Im Turmatelier der ZF Kunststiftung lassen Matthias Lenz, Vorstand, und Regina Michel, Geschäftsführerin und Kuratorin, von 19 Uhr bis 22 Uhr „35 Jahre ZF Kunststiftung. 43 Artists in Residence“ Revue passieren. Sie erinnern an 43 Stipendiatinnen und Stipendiaten in fast 30 Jahren. Form und Farbe, Fakt, Fiktion und Imagination, Grenzen und Identität, Umwelt und Verantwortung – die Themen, denen sich die 43 Artists in Residence im ZF-Turmatelier gewidmet haben, sind vielfältig und ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. Neben Erinnerungen an spannende künstlerische und bis heute gesellschaftlich relevante Positionen, erwarten die Besucherinnen und Besucher überraschende Begegnungen mit alten Bekannten.

Mit der Ausstellung „Häfler Kunst“ präsentiert die Artothek im Medienhaus am See von 19 Uhr bis 22 Uhr Werke lokaler Künstlerinnen und Künstler wie Thom Barth, Evelyn Hörmann, Brigitte Meßmer, Ingrid Schmidt, Dieter Schosser und Heinz Tautkus. Die Sammlung der Artothek wird um inspirierende regionale Kunst aus dem Hafen erweitert. In zwei Führungen um 19.15 Uhr und 20.15 Uhr werden die Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, die Kunstwerke über die Artothek im Medienhaus für zwölf Wochen auszuleihen.

Der Kunstverein Friedrichshafen zeigt von 19 Uhr bis 22 Uhr die Wanderausstellung „It must be a story pieced together from many sources“, die im Februar 2025 zunächst im Kunstverein Friedrichshafen und im Oktober 2025 im Passerelle Centre d'art contemporain in Brest zu sehen sein wird. Hier stellen sich zwei Hafenstädte die Frage, was passiert, wenn künstlerische Praxis den Ort wechselt. Wie entwickeln sich die entstandenen Arbeiten, die auf vielfältige Weise wachsen und sich entfalten, wenn sie bewegt werden, den Ort wechseln, Auseinandersetzungen provozieren? Führungen werden um 19.30 Uhr und um 20.30 Uhr angeboten.

DerRaum e. V. trägt durch die städtische Intervention „Du. Bist. So. Schön.“ eine künstlerische Position aus studentischer Perspektive zum Kunst-Freitag bei. Die Arbeit entstand durch Jil Tischer und Till Leander Schröder. Sie befasst sich mit Wahrnehmungen im urbanen Alltag. Es werden Fragen der Wertung, Bewertung und des Blicks anderer thematisiert. Wem gehört die Stadt, wer nimmt sie ein und wie kann sie gegebenenfalls zurückerobert werden, sind Fragen, die sich die beiden Studierenden in ihrem Alltag in Friedrichshafen stellen.

Das artsprogram der Zeppelin Universität eröffnet von 19 Uhr bis 22 Uhr seine neue Ausstellung „Echt Jetzt?“. Unmittelbarkeit und „Realness“ sind die Stilphänomene der Stunde. #nofilter lautet daher das Jahresthema des artsprogram, das dieses neue Diktum kritisch befragt. Dies geschieht in der Ausstellung „Echt Jetzt?“ in der White Box mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern mit Assistenzbedarf, die in Kollaboration mit der Galerie Käsering und dem Goldbach Atelier der SKID gGmbh in Überlingen entstanden ist. Die Werke der neurodiversen Künstlerinnen und Künstler verarbeiten Alltagsroutinen und -ordnungen, vertraute Erfahrungen und Phantasmen in Bildwelten und eröffnen durch ihre bildliche Vermittlung eine geteilte Wirklichkeit. Um 20 Uhr findet eine Dialogführung mit Michael Roggon und Prof. Dr. Karen van den Berg statt.

Das Kulturhaus Caserne zeigt von 19 Uhr bis 23.30 Uhr im Galerieraum die Ausstellung „See with ears – hear with eyes“ von Viz Michael Kremietz. Der Klangkünstler, Photograph und Performancemusiker zeigt hier Makrophotographien aus Schottland und dem Allgäu, zudem Collagen und Wasserklangbilder in Kooperation mit Alexander Lauterwasser. Bei seinen Live-Klangperformances um 20 Uhr, 21 Uhr, 22 Uhr und 23 Uhr werden japanische Zen-Flöte Shakuhachi, Didgeridoo, Waterphon, Gong, Steine und Wasser zu hören sein.

Im Spiegelsaal im Kulturhaus Caserne ist von 19.30 Uhr bis 23 Uhr die Werkreihe „Akzelerometrie“ von Johannes Lenzgeiger zu sehen. Im Zentrum steht hier die Symbolik des Rads in Kulturen und Religionen, die technologische Entwicklung vom hölzernen Rad zur Dampfturbine und die Kombination konzentrischer Ästhetik funktionaler Turbinen und runder religiöser Ornamentik. Für seine Videoarbeit wurden mittels KI-Technologie 800 Bilder von Turbinen und religiöser Ornamentik zu einer Einheit verschmolzen.

In der Werkstatt im Kulturhaus Caserne spielt ab 20 Uhr die Musikerin NNELLA und Band. Ihr zweites Album „Close To A Reality“ enthält Songs auf Englisch und in NNELLAs Muttersprache, dem Vorarlberger Dialekt. Eine Gefühlsachterbahn voller Überraschungen zwischen (Lebens)lust und der Sehnsucht, die Welt und sich selbst zumindest für den Augenblick zu begreifen. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Der JazzPort Friedrichshafen e. V. präsentiert von 20 Uhr bis 22 Uhr im Restaurant I Fratelli im Kulturhaus Caserne das Jazz-Quartett „Floating Hands“. Florian Loebermann am Saxophon, Martin Giebel am Piano, Ludger Baum am Bass und Harald Weishaupt an den Drums spielen ausgewählte und weniger bekannte Songs von Saxophonisten wie zum Beispiel Rick Margitza oder Kenny Garrett.

Unterwegs mit dem Kunst-Bus

Verbunden sind alle Ausstellungsorte des Kunst-Freitages mit dem Kunst-Bus, der vom Stadtverkehr für Friedrichshafen, einem Unternehmen des Stadtwerk am See-Verbundes, gesponsert wird. Er fährt ab 19 Uhr bis 23 Uhr vom Hafenbahnhof Platz 7 alle 30 Minuten zum Fallenbrunnen (Haltestelle Hochschulen) und von dort aus ab 19.10 Uhr bis 23.15 Uhr alle 30 Minuten wieder zurück zum Hafenbahnhof. 

Vom Hafenbahnhof sind der Kiesel im k42, die Artothek im Medienhaus am See, das Zeppelin Museum, das Turmatelier der ZF Kunststiftung, der Kunstverein und die städtische Intervention von DerRaum e. V. zu erreichen. Unweit der Haltestelle Hochschulen befinden sich die Zeppelin Universität und das Kulturhaus Caserne.

Ergänzend fährt das RiA-Ruftaxi bis 3.25 Uhr in alle Häfler Stadtteile, Teilorte und direkt bis vor die Haustür. Die Fahrt kostet je nach Zielort zwischen 5,40 Euro und 6,50 Euro pro Person. Weitere Informationen sind online unter www.stadtverkehr-fn.de/ria.

Alle Informationen zum Kunst-Freitag 2025, den einzelnen Standorten und zum Kunst-Bus sind online unter www.kunst-freitag.friedrichshafen.de zu finden.